Kaffeewissen: Arabica und Robusta – die Unterschiede

Es gibt vierzig verschiedene Kaffeesorten, durchgesetzt haben sich davon vor allem zwei: Arabica und Robusta. Das sind die Unterschiede. 

Weltweit wird etwa 70 Prozent Arabica-Kaffee angebaut, 30 Prozent Robusta. Robusta ist im Geschmack markanter und tendenziell bitterer sowie koffeinhaltiger als Arabica. Arabica ist leichter bekömmlich, fein, fruchtig. Doch nicht erst in der Tasse unterscheiden sich die beiden Kaffeesorten.

Duft und Optik

Die nicht gemahlenen Arabica- und Robustabohnen lassen sich leicht unterscheiden: Robusta Bohnen sind fast rund mit gerader, breiter Naht. Arabica-Bohnen haben eine ovale Form und eine ungerade, schmale Naht. In der Kaffeetasse erkennt man den Arabica-Kaffee an seinem starken Duft und seiner hellbraun-rötlichen Crema. Robusta ergibt in der Tasse eine lang anhaltende, dunklere Crema.

Geschmack und Bekömmlichkeit

Der bekannteste Unterschied von Arabica- zur Robusta-Sorten liegt im Geschmack. Arabica zeichnet sich durch feine, fruchtige und runde Geschmacksnoten aus sowie durch eine leichte Säure. Er ist weniger bitter als Robusta und durch seinen geringeren Gehalt an Chlorogensäure magenverträglicher. Robusta hat einen erdigen, satten Geschmack und ergibt einen Kaffee mit weniger Säure und mehr Bitterstoffen als Arabica. Robusta-Sorten enthalten 50 Prozent mehr Koffein als Arabica-Sorten.

Viele unserer Kaffeekapseln enthalten hauptsächlich Arabica, oft wird etwas Robusta beigemischt – Letztere macht den Geschmack markanter, sorgt für mehr Crema und einen langen Abgang. Arabica entspricht durch seinen feineren Geschmack eher dem Gusto des klassischen nordeuropäischen Kaffeegeniessers. Süditalienische Espressomischungen haben hingegen oft einen hohen Robusta-Anteil von bis zu 50 Prozent – viele Süditaliener schätzen den herberen Robusta-Geschmack, der kombiniert mit Zucker zu Karamellnoten verschmilzt. In Frankreich, Spanien und Osteuropa sind Robusta-Sorten ebenfalls beliebt.

Herkunft und Anbau

Auch in Herkunft und Anbau unterscheiden sich Arabica- von Robusta-Sorten. Arabica-Sorten wurden im siebten Jahrhundert in Äthiopien entdeckt. Arabica-Pflanzen gedeihen am besten bei 15-25°C auf 600 bis 2300 Metern Höhe. Arabica wird deshalb auch als Bergkaffee bezeichnet. Die Robusta-Sorten wurden erst im 19. Jahrundert in Zentral- und Westafrika entdeckt. Wie der Name verrät, ist die Robusta-Pflanze einiges resistenter gegen Schädlinge und weniger temperaturempfindlich als Arabica. Der „Tiefland-Kaffee“ wächst bereits auf 300 Metern Höhe und bei Temperaturen von bis zu 36°C.

Unsere Empfehlungen

  • RISTRETTO: Die pure Konzentration von Aromen. Eine Komposition aus hauptsächlich lateinamerikanischem Arabica. Würze verleiht dem RISTRETTO eine Spur von Robusta aus Afrika. (Arabica und Robusta, zu geniessen als Ristretto, Intensität: 9/10).
  • ESPRESSO: Ein echter, klassischer italienischer Espresso. Eine Mischung aus Arabica mit einer Note Robusta lässt diesen Kaffee zu einem intensiven Geschmackserlebnis werden. Starker Charakter, langer Abgang. (Arabica und Robusta, zu geniessen als Espresso oder Ristretto, Intensität: 8/10)
  • ESPRESSO SUPREME: Ein kräftiger Espresso aus den Bergen von Dalat in Vietnam. Er unterstreicht die Kraft des Robusta und besitzt feine Schokoladennoten. (Arabica und Robusta, zu geniessen als Espresso, Intensität: 8/10)
  • DOLCE: Ein reiner Arabica aus Lateinamerika und Äthiopien. Er besitzt ein sanftes Aroma mit würzig-fruchtigen Noten. (100% Arabica, zu geniessen als Espresso, Intensität: 5/10)
  • LUNGO FORTE: Ein kräftiger Lungo aus besten Arabica-Bohnen. Eine Spur Robusta bringt seinen starken Charakter zur Geltung. (Arabica und Robusta, zu geniessen als Lungo, Intensität: 8/10)



Sergio D'Agostino
Sergio D'Agostino

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